Hunderte von Hauptschulen in Bayern vor dem Aus

Veröffentlicht am 01.07.2008 in Bildung

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans-Ulrich Pfaffmann warnt vor einem fortgesetzten Hauptschulsterben in Bayern. "Nach der Landtagswahl werden hunderte weitere Volksschulstandorte geschlossen werden.
Es ist geradezu schäbig, wenn die CSU einerseits immer wieder betont, sie stehe zur Hauptschule, denn diese sei eine wichtige Schulart und andererseits hunderten von Schulstandorten den Garaus macht sowie 1200 Planstellen für Lehrer streicht. Das ist Heuchelei pur", so Pfaffmann. Die SPD-Landtagsfraktion fordert den Erhalt von wohnortnahen Schulen, statt Schließungen müssen alternative Schulformen zugelassen werden.

Die Situation sieht derzeit so aus: Von 2001 bis 2007 wurde die Zahl der Hauptschulstandorte von 1689 auf 996 reduziert, also um 41 Prozent. Derzeit bestehen 299 einzügige Hauptschulen, von denen alle von Schließung bedroht sind. Die CSU lehnt eine Bestandsgarantie ab. Vermutlich nach den Landtagswahlen werden 78 Standorte von Zweizügigkeit auf Einzügigkeit zurückgehen. Damit sind, so Pfaffmann, auch diese bedroht. Mittelfristig müsse bei der derzeitigen Politik mit der Schließung von nahezu 400 Hauptschulstandorten gerechnet werden. Und das gelte auch dann, wenn die Kommunen als Sachaufwandsträger bereits investiert haben. Deren Geld sei dann verloren, so der SPD-Bildungssprecher.

 

 

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