Huber und Beckstein lassen Hauptschüler im Stich

Veröffentlicht am 05.08.2008 in Bildung

Wer den "Quali" schlecht oder gar nicht geschafft hat, der konnte sich bisher in Bayern mit einem Kurs an der Volkshochschule auf das Nachholen des Hauptschulabschlusses vorbereiten. Ab dem kommenden Schuljahr will aber das Kultusministerium Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds nur noch für Jugendliche bereit stellen, die gar keinen Abschluss haben.
Damit fallen viele Jugendliche raus, die ihre schlechten Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern wollten. Der Bayerische Volkshochschulverband beziffert die Finanzlücke auf 2,2 Millionen Euro.

SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann hat in dieser Sache an Kultusminister Schneider geschrieben und ihn aufgefordert, diese Entscheidung zu korrigieren und alle Kurse der Träger für Erwachsenenbildung für nachholende Schulabschlüsse nachfrageorientiert zu unterstützen. "Sie wissen, dass diese Menschen auf dem Arbeitsmarkt in eine schwierige bis aussichtslose Zukunft gehen", schreibt Pfaffmann.

Ignorieren löst keine Probleme

Der Bildungssprecher hält es zudem für ein Unding, dass die Staatsregierung dem Bayerischen Volkshochschulverband keinen Schritt entgegen kommt. Weder Gespräche mit dem Kultusministerium führten zu dem gewünschten Ergebnis noch Briefe an Ministerpräsident Günther Beckstein und Finanzminister Erwin Huber. "Es ist eine Schande, wie Beckstein und Huber mit den Problemen der jungen Menschen umgehen. Sie lösen sich nicht davon, dass sie ignoriert werden", so Pfaffmann.

 

 

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