Beckstein will endlich uralte SPD-Forderung umsetzen
Veröffentlicht am 11.12.2007 in Landespolitik
Was heute Ministerpräsident Beckstein in Nürnberg angekündigt hat, Meistern den Zugang zur Fachhochschule zu erleichtern, dies fordert die SPD-Landtagsfraktion seit Jahren.
So sagte SPD-Fraktionschef Franz Maget bei seiner Nominierung zum Spitzenkandidaten am 5. April 2003 bei einem außerordentlichen SPD-Landesparteitag: "Ich will erreichen, dass jeder Meister die Möglichkeit erhält, ein Studium an einer Fachhochschule aufzunehmen."
Der Zugang für Meister an die Fachhochschule ist in Bayern schon jetzt möglich, aber nur für die 20 Prozent der Besten. Dies gilt seit dem Wintersemester 2006/2007, so die Sprecherin für berufliche Bildung in der SPD-Landtagsfraktion, Karin Pranghofer. "Beckstein setzt also jetzt die uralte SPD-Forderung nach Fachhochschulzugang für alle Meister endlich um und seine heutige Ankündigung ist nur eine große Revolution für die CSU und das Kultusministerium."
Hoffentlich, so Pranghofer, droht aber nicht wie bereits 2001 erneut Gefahr aus dem bayerischen Kultusministerium mit dem Entwurf einer Neufassung der Prüfungsordnung zum Erwerb der Fachhochschulreife. Beckstein sollte darauf achten, dass von den studienwilligen Handwerksmeistern keine schriftliche und mündliche Prüfung zum Erwerb der fachgebundenen Fachhochschulreife verlangt wird.
Pranghofer: "Denn damit würden die bayerischen Handwerksmeister erneut gegenüber ihren Kollegen in den anderen Bundesländern benachteiligt. Der Zugang für beruflich Qualifizierte an die Hochschulen darf aber nicht nur auf die Meister beschränkt werden. Andere Bundesländer sind uns da weit voraus."