
Liebe Wählerinnen und Wähler,
gestern Abend haben Sie entschieden: Deutschland wird in den nächsten – voraussichtlich vier – Jahren von Union und FDP regiert. Das Ergebnis der SPD im Bund und speziell in Bayern ist niederschmetternd. Auch in Hohenberg musste die Sozialdemokratie trotz eines engagierten Wahlkampfes Federn lassen. Da tröstet es kaum, dass unser Ortsverein bei den Zweitstimmen wieder einmal das höchste Ergebnis für die SPD im Landkreis Wunsiedel eingefahren hat und sich wahrscheinlich auch Bayern weit zu den Allerbesten zählen kann.
Für mich war das schlechte bundesweite Ergebnis von der Tendenz her allerdings keine Überraschung und kommt auch nicht von ungefähr: Als Juniorpartner in der Großen Koalition waren die Sozialdemokraten in erster Linie damit beschäftigt, Schlimmeres aus dem Wunschkatalog von CDU und CSU zu verhindern und mussten viele Kompromisse eingehen. Diese waren zwar oft gut für die soziale Gerechtigkeit und unser Land, aber die Lorbeeren dafür erntete die Kanzlerin; wir bekamen die Watsch'n.
Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann: Die FDP erreicht 14,6% der Stimmen. Eine Partei, die wie keine andere für Werte und Richtlinien steht, denen wir die aktuelle katastrophale Wirtschaftskrise zu verdanken haben. Hoffen wir, dass sich Westerwelle & Co. mit ihrem neoliberalen Programm, ihrem zügellosen Kapitalismus und dem angestrebten Abbau von Arbeitnehmerrechten innerhalb der zu bildenden schwarz-gelben Koalition nicht durchsetzen können.
Im Namen der Hohenberger Sozialdemokraten bedanke ich mich bei allen Wählerinnen und Wählern, die uns am Sonntag unterstützt haben. Mein Dank gilt ebenso all den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in den vergangenen Wochen kräftig mitgearbeitet haben. Und ich bedanke mich auch bei Frank-Walter Steinmeier und seinem Team für den engagierten Wahlkampf und die Ankündigung, als Oppositionsführer im Deutschen Bundestag für den sozialen Ausgleich im Land zu kämpfen.
Ihr Hans-Jürgen Wohlrab
Ortsvereinsvorsitzender







