Rosenthal-Massenentlassungen: Bundesarbeitsministerium prüft Unterstützungsmöglichkeiten

Veröffentlicht am 22.03.2007 in Wirtschaft

Zu dem heutigen Gespräch im Bundesministerium für Arbeit und Soziales über die bevorstehenden Entlassungen bei Rosenthal informieren die oberfränkischen SPD-Bundestagabgeordneten Petra Ernstberger (Hof) und Anette Kramme (Bayreuth).

Das heutige Gespräch im Bundesministerium für Arbeit und Soziales über die Situation beim oberfränkischen Porzellanhersteller Rosenthal hat zu ersten konkreten Vereinbarungen geführt. Die Rosenthal-Betriebsräte Marianne Wopperer, Jörg Bauriedel und Peter Haidler sowie der bayerische IG BCE-Chef Seppel Kraus erläuterten Staatssekretär Kajo Wasserhövel unter Beisein von Petra Ernstberger und Anette Kramme die aktuelle Situation bei Rosenthal.

Zur Sprache kamen die schwierigen Rahmenbedingungen deutscher Porzellanhersteller im internationalen Wettbewerb, ebenso die angekündigten Entlassungen beim oberfränkischen Porzellanhersteller. Wasserhövel, der den Schilderungen sehr interessiert zuhörte, sicherte spontan seine Unterstützung zu und bot zwei Hilfestellungen seines Hauses an.

Zunächst sollen in Kürze alle Bundestagsabgeordneten aus der Region mit Vertretern des Bundesarbeitsministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums und der Bayerischen Staatsregierung an einen Tisch gebracht werden, um über die Situation in Selb und Speichersdorf zu beraten und mögliche Lösungen zu finden. Zur Sprache kommen sollen dort vor allem Maßnahmen, mit deren Hilfe die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Porzellanindustrie gestärkt werden kann.

Weiterhin bot der Staatssekretär den Betriebsräten an, das Arbeitsministerium prüfen zu lassen, ob mit den zur Verfügung stehenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der Entwicklung bei Rosenthal entgegen gewirkt werden kann. Diese Prüfung ist ergebnisoffen, aber dennoch eine notwendige Maßnahme, um keine Möglichkeit der Hilfe für die von Entlassung bedrohten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer außer acht zu lassen.

Ernstberger und Kramme
zeigen sich erfreut über die konstruktive Atmosphäre des Gesprächs: „Das war der Auftakt für eine Reihe weiterer Gespräche, die wir zusammen mit den Betriebsräten und der Gewerkschaft führen werden, um eine Lösung für Rosenthal und die heimische Porzellanindustrie zu
finden.“

 

 

Der Film zum Ehrenamt im Fichtelgebirge

Die Basis für Ortsvereine

DIE Seite für SPD Webmaster