SPD-Vize Thomas Beyer will stärkere Diskussion um die Neuorientierung der Partei

Veröffentlicht am 15.10.2008 in Landespolitik

Der SPD-Landtagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Landesvorsittzende Thomas Beyer hat in einem Gespräch mit der Nürnberger Zeitung klargestellt, im nächsten Jahr nicht für das Amt des SPD-Landesvorsitzenden zu kandidieren.
Beyer, der in der konstituierenden Sitzung der SPD-Landtagsfraktion mit dem besten Stimmenergebnis wieder zum stellvertretenden Fraktionschef gewählt wurde, begründet dies zum einen mit der jetzt offen zu führenden Diskussion um die Neuorientierung seiner Partei nach der schmerzhaften Niederlage bei der Landtagswahl. Beyer: "Der Verzicht auf eine Kandidatur gibt mir die Möglichkeit, viel freier und ohne den Vorwurf, ich würde innerparteilichen Wahlkampf betreiben, in die Diskussion einzugreifen. Und das will ich tun."

Beyer will seinen Schritt darüber hinaus aber als eigenen Beitrag verstanden wissen, "nach innen und außen deutlich zu machen, dass uns das SPD-Ergebnis weiß Gott zu denken geben muss". Zu selbstverständlich werde der Bevölkerung seitens der BayernSPD schon wieder ein "weiter so" signalisiert. Er wolle mit seinem Zeichen dafür werben, dass die Partei in der gesamten Breite und an der Spitze unbelastet die unvermeidliche Diskussion um ihre Neuausrichtung beginnen könne.

Beyer verweist demgegenüber aber auch selbstbewusst auf positive Aspekte: "Die Wahlanalysen sagen uns auch, dass wir im Bereich der sozialen Gerechtigkeit, dem Kernthema der Sozialdemokratie, bei weitem am besten abgeschnitten und dort von den Menschen in Bayern eindeutig die Kompetenzführerschaft zugesprochen bekommen haben. Die SPD ist in Bayern wieder klar die Partei der sozialen Gerechtigkeit. Darauf bin ich stolz und dafür will ich als zuständiger Fraktionsvize im Landtag und als Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt weiter konzentriert und mit aller Kraft arbeiten," erklärt Beyer.

Der 45jährige Mittelfranke war im Landtagswahlkampf im Kompetenzteam von Franz Maget für den Bereich „Arbeit und Soziales" verantwortlich. Im Juli 2008 wurde er mit einem Ergebnis von über 96 Prozent der Delegiertenstimmen als Landesvorsitzender an der Spitze der Arbeiterwohlfahrt in Bayern mit 72500 Mitgliedern wiedergewählt.

 

 

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