Untersuchungsausschuss: Behörden dürfen nicht länger wegschauen

Veröffentlicht am 10.11.2007 in Landespolitik

Nach den schweren Vorwürfen der Familienmitglieder des Kühlhausbesitzers Kollmer gestern im Untersuchungsausschuss Wildfleisch und Verbraucherschutz gegen die bayerischen Behörden fordert der Stellvertretende Vorsitzende Herbert Müller ein konsequentes Vorgehen der Behörden im Sinne des Verbraucherschutzes.
Die Zeugen hatten ausgesagt, dass die Veterinäre von den Vorgängen im Betrieb gewusst hätten.

"Vom Passauer Landrecht bis zur Schwäbischen Kultur des Wegschauens haben wir jetzt vieles gesehen. Dies muss nun endlich ein Ende haben. Wir brauchen einen verlässlichen und gerechten Verbraucherschutz. Schlampige Kontrollen schaden nicht nur den Verbrauchern, sondern auch den Betrieben", erklärt der Memminger Abgeordnete.

Die Familie des Geschäftsinhabers Kollmer hatte im Untersuchungsausschuss ausgesagt, dass das Landratsamt in alle Geschäftspraktiken eingeweiht war und dass die Regierung von Schwaben bei der Frage einer Nachfolgefirma der Firma Kollmer eine Rolle gespielt haben soll, die stark hinterfragt werden muss. "Das ist auch ein Problem, das uns im Untersuchungsausschuss beschäftigt: Wie kann man ausschließen, dass eine beanstandete Firma unter neuem Namen weitermachen kann wie bisher", so Herbert Müller. Wie sich das Landratsamt und die Regierung von Schwaben dazu stellen, wird bis Ende November Thema im Untersuchungsausschuss sein.

 

 

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