Bayern schneidet bei neuer Studie schlecht ab - SPD-Bildungssprecher Pfaffmann: Bildungspolitik braucht einen Neuanfang
Die Pisa-Studie schockte 2001 ganz Deutschland. Jahre nach dem Pisa-Schock hat nun die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft nachgefragt, welche Konsequenzen die 16 Bundesländer gezogen haben. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) stellte jetzt die entsprechende Studie vor. Danach erreicht Bayern mit der Note 3 nur einen hinteren Platz. Dies verwundert angesichts der guten Voraussetzungen des Landes. Bayern sehe wohl keinen besonderen Grund zur Eile, vermuten die Autoren der Studie.
Das sieht Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann anders: "Die Bildungspolitik in Bayern braucht dringend einen Neuanfang. Wieder wird der dringende Reformbedarf im bayerischen Bildungswesen deutlich. Dies ist ein erneutes Alarmsignal und wir fragen uns, wann die Staatsregierung diese endlich ernst nimmt.
Die Bildungspolitik der CSU hat in den letzten Jahren Schüler, Lehrer und Eltern verärgert und im Jahr vor der Landtagswahl werden Verbesserungen angekündigt. Das alles führt laut Pfaffmann aber nicht zu den dringend erforderlichen Verbesserungen:
Bessere Rahmenbedingungen durch mehr Lehrer und kleinere Klassen
Konsequenter Ausbau der gebundenen Ganztagsschulen
Mehr individuelle Förderung nach dem Motto "Lernen statt Leistungsdruck"
"Bayern muss in Deutschland endlich wieder Bildungsland Nummer eins werden – mit der CSU geht das nicht!", stellt Pfaffmann fest. Und: "Es täte Bayern, den Schülern, Eltern und Lehrern, gut, wenn endlich eine moderne, kindgerechte und nachhaltige Schul- und Bildungspolitik gemacht würde."