Aus Sorge um die 50% der CSU bei der kommenden Landtagswahl fängt Erwin Huber nun damit an, die Frauen mit schönen Worten zu umwerben. Die Frau als Hausfrau und Mutter war der CSU ja schon immer bekannt, doch nun so kurz vor der Wahl entdeckt Huber, dass es auch noch andere gibt, und zwar die Mutter und Ehefrau, die auch noch erwerbstätig ist.
Er entschuldigt sich bei allen berufstätigen Müttern und würdigt deren "heroische" Leistung, neben Berufstätigkeit auch noch Kinder, Haushalt und Männer zu versorgen (Zitat aus AZ vom 2.09.08). Was soll Frau denn mit so einer Würdigung anfangen? Die Worte zeigen nur wieder einmal, dass es die Frauen ohne Familie für die CSU nicht gibt.
Frauen im Regierungsprogramm der CSU erneut kein Thema
Tatsächliche Frauenpolitik ist von der CSU nicht zu erwarten. Dies haben die letzten Jahre der CSU-Regierung gezeigt. Weder die amtierende Frauenministerin Christa Stewens (CSU) noch CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer sind seit ihrem Amtsantritt irgend einen positiven Schritt in Richtung Frauenpolitik gegangen. Das Thema Frauen und Erwerbstätigkeit fehlt völlig. Mann und Frau hören keinen Ton zu gleichem Lohn für gleiche Arbeit, weiblicher Altersarmut oder Karrierechancen.
Auch im neuen Regierungsprogramm bleibt die CSU sich treu. Frauen kommen darin nicht vor. Frau kann daher nicht erwarten, dass mit diesen Worten auch tatsächliche Verbesserungen für die Frauen in Bayern einhergehen werden. Hubers Worte sind bloßes Buhlen um die Gunst der weiblichen Wähler.