Deutschland befinde sich in einem "robusten Aufschwung", kommentierte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt.
Er forderte die Betriebe auf, ihre Ausbildungsbemühungen deutlich zu verstärken.
Nach der Veröffentlichung der Juli-Arbeitsmarktzahlen durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) verwies Heil am Dienstag darauf, dass die sozialdemokratische Politik der letzten Jahre die Grundlage für den derzeitigen Aufschwung gelegt habe. "Immer mehr Menschen finden Arbeit", begrüßte der SPD-Generalsekretär die Entwicklung, mahnte gleichzeitig aber, dass viele Betriebe bereits Schwierigkeiten hätten, ihren Fachkräftebedarf zu decken.
Ausbildung sorgt für die Fachkräfte von morgen
"Immer noch wird zu wenig ausgebildet", kritisierte Heil. Es sei vor allem Aufgabe der Wirtschaft, sich um die Ausbildung junger Menschen zu kümmern. Dies täten aber nicht einmal ein Viertel der Unternehmen in Deutschland. Dringend notwendig sei daher, dass die Betriebe jetzt ihr Engagement deutlich steigerten. "Sie müssen heute für die Fachkräfte von morgen sorgen", forderte der SPD-Generalsekretär.
Auf Initiative der SPD hätten die Koalitionsfraktionen bereits wichtige Schritte vollzogen für mehr Ausbildungsplätze, die auch Altbewerbern zu Gute kämen. Dabei gehe es unter anderem um Eingliederungshilfen in betriebliche Ausbildung für Altbewerber, die etwa keinen Schulabschluss haben.
Jetzt die Weichen für die Zukunft stellen
Die SPD mache sich dafür stark, "dass dies ein Aufschwung für alle wird", betonte Heil. Dafür gelte es, sich jetzt verstärkt auf zwei Gruppen zu konzentrieren, die bislang noch nicht ausreichend von der guten Entwicklung profitierten: "Neben den Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz suchen, kümmern wir uns noch intensiver darum, dass auch Langzeitarbeitslose wieder einen Einstieg in den Arbeitsmarkt finden. Deshalb schaffen wir 100 000 Jobs in einem sozialen Arbeitsmarkt."
Deutschland müsse den Aufschwung nutzen und die Weichen für eine gute Zukunft stellen, forderte der SPD-Generalsekretär. Dafür erwartet er von der BA, dass sie ihre Spielräume verstärkt in die Fachkräfte von morgen investiert und von der Betrieben, dass diese den Schwung am Arbeitsmarkt nutzen und jetzt ausbilden. "Damit dies ein Aufschwung für alle wird."
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