Mit der Vorstellung eines neuen Plakats hat SPD-Generalsekretär Hubertus Heil die Forderung der SPD erneuert, störanfällige alte Kernkraftwerke vom Netz zu nehmen.
"Für uns stehen Sicherheit und Verantwortung an erster Stelle."
Alte Atom-Reaktoren vom Netz
Die Störfälle in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel hätten leider wieder gezeigt, dass ältere Atomkraftwerke störanfälliger sind als moderne. Atomkraft, so Heil, bleibe eine Risikotechnologie. Nun gehe es darum, für die Restlaufzeiten die "größtmögliche Sicherheit" zu gewährleisten. Weil die Risikotechnologie Atomkraft kein Modell für eine Energieversorgung der Zukunft sein könne, plädiere die SPD entschieden dafür, ältere Atommeiler vom Netz zu nehmen statt für sie eine Laufzeitverlängerung zu beantragen. "Wir wollen störanfällige Kernkraftwerke vom Netz nehmen", betonte er nach einer Telefonschaltkonferenz des SPD-Präsidiums am Montag.
Atomkraft behindert Innovationen
Wer jetzt dafür eintrete, dass ältere Atomkraftwerke längere Laufzeiten erhalten sollen, blockiere notwendige Innovationen und Investitionen in eine neue, effiziente Energiewirtschaft, stellte Heil klar. Die SPD bleibe deshalb in der Großen Koalition der Garant für den Ausstieg aus der Atomkraft. Sie stehe für eine ökologische Industriepolitik, die Versorgungssicherheit gewährleiste, auf den Einsatz von energieeffizienter Spitzentechnologie, auf Energiesparen und eine Zukunft mit erneuerbaren Energien setze.
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