Bayerische Staatsregierung lässt die Produktion des 2-Liter-Autos Loremo leichtfertig nach NRW ziehen

Veröffentlicht am 13.10.2007 in Wirtschaft

Hildegard Kronawitter: Wirtschaftsminister Huber verspielt 150 neue Arbeitsplätze für Hof.
"Wir hätten nach Hof gehen können, aber die Förderung hätte dort Darlehenscharakter mit einem deutlich geringeren Betrag gehabt", sagte der Chef der Loremo AG, Gerhard Heilmaier, im Interview mit SZ-Online am 21. Februar 2007.

Jetzt aber geht das Unternehmen mit der Entwicklung und Produktion des Energiesparautos Loremo inklusive 150 neuen Arbeitsplätzen nach Nordrhein-Westfalen, in den Interkommunalen Industriepark Dorsten.

"Da ist uns die Staatsregierung wahrlich eine Erklärung schuldig, warum nicht alles getan wurde, um das Unternehmen in Bayern zu halten. Schließlich ist Hof ebenso Ziel II für europäische Fördermittel wie der jetzige Standort Dorsten im Ruhrgebiet," kritisiert die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Hildegard Kronawitter. Wirtschaftsminister Huber wird auch erklären müssen, warum die Loremo AG in Bayern nicht jene "Kümmerer" gefunden hat wie in Nordrhein-Westfalen, die wie Gerhard Heilmaier sagte: "Die wir nicht anschieben müssen, sondern die uns ziehen" (SZ-Interview, 21.02.2007).

Die SPD-Abgeordnete erwartet ferner eine weitere Stellungnahme von Wirtschaftsminister Huber, warum er dem Landtag gegenüber am 27. Februar aussagte, dass das Unternehmen nicht nach Hof wolle, - "Hof sei zu weit weg" (S.6715). Wie immer deutlicher wird, war der Knackpunkt keineswegs die Entfernung zu München, sondern der Charakter der Förderung.

Hildegard Kronawitter hat deshalb eine schriftliche Anfrage im Landtag eingereicht, um endlich Klarheit über die ergebnislos und für Bayern so nachteilig verlaufenen Verhandlungen zu bekommen. Wie sich jetzt abzeichnet, hat die Bayerische Staatsregierung die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens völlig unterschätzt und es anders als NRW unterlassen, ein objektives Gutachten von dritter Seite einzuholen.

Hildegard Kronawitter: "Für Hof ist das bitter, denn 150 neue Arbeitsplätze in der Region wären für die Menschen vor Ort eine gute Beschäftigungschance gewesen."

 

 

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