SPD-Vizefraktionschefin Biedefeld erinnert an CSU-Nein zur Anschaffung des Al Gore-Films für alle Schulen in Bayern
Veröffentlicht am 13.10.2007 in Umwelt
"Wieder einmal zeigt sich, wie kurzsichtig die CSU oft handelt", kommentiert die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und energiepolitische Sprecherin Susann Biedefeld die mangelnde Weitsicht und den Geiz der CSU-Abgeordneten beim Thema Klimaschutz.
An deren Widerstand war die SPD im Frühjahr im Landtag mit dem Antrag gescheitert, für die bayerischen Schulen 500 DVDs von Al Gores Dokumentation "Eine unbequeme Wahrheit" anzuschaffen.
Die CSU hatte dies damals im Bildungs- und im Umweltausschuss ebenso abgelehnt wie im Plenum des Parlaments, erinnerte Biedefeld am Freitag angesichts der Auszeichnung des früheren amerikanischen Vizepräsidenten mit dem Friedensnobelpreis.
Da die Landtags-SPD, die damals die DVD mit Al Gores aufsehenerregender Dokumentation zur Verteilung an die Schulen erworben hatte, noch über einen Restbestand an Kassetten verfügt, wird Vizefraktionschefin Biedefeld Anfang kommender Woche an die Schulen einen Brief schicken und ihnen anbieten, den Film "Eine unbequeme Wahrheit" bei der SPD-Fraktion anzufordern. Nach dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", gehen dann die Kassetten an die Schulen raus. "Es ist nach wie vor dringend geboten, die Thematik von Al Gores Film aufzugreifen und in den Unterricht einzubauen", betont Biedefeld.
SPD-Umweltsprecher Ludwig Wörner hatte im Frühjahr zur Weigerung der CSU, den Film anzuschaffen, erklärt: "Auch die CSU spricht gerne von der Notwendigkeit einer Klimarevolution; doch in Bayern kann es keine Revolution geben, weil das Geld nicht einmal für die DVDs reicht." SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann nannte das Kostenargument nicht haltbar. "Wenn ich mich dafür entscheide, ein Thema im Unterricht zu behandeln, dann muss ich auch die Mittel dafür zur Verfügung stellen. Alles andere ist lächerlich."