Der SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Maget hält die Kritik von 17 Unionspolitikern an Roland Koch wegen seines ausländerfeindlichen Wahlkampfs für scheinheilig und feige.
Der in der Wochenzeitung "Die Zeit" veröffentlichte Brief, in dem sich Unionspolitiker nach verlorener Hessen-Wahl für Integration von ausländischen Mitbürgern aussprechen, ist auch von Bayerns Sozialministerin Christa Stewens unterzeichnet.
Kein Unterschied zwischen Koch und Beckstein
"Kaum ist der Wahlkampf vorbei und die Wahl verloren, verlässt man das sinkende Schiff. Dabei hat Roland Koch in Hessen lupenreinen CSU-Wahlkampf praktiziert. Zwischen Koch, der Münchner CSU und Beckstein war kein Unterschied erkennbar. Noch vor zwei Wochen hatte der bayerische Ministerpräsident erklärt, er stehe voll und ganz hinter Roland Koch. Heute lässt Frau Stewens durchblicken, dass sie nichts mehr mit dem Wahlverlierer aus Hessen zu tun haben wolle. Scheinheiliger geht es nimmer", erklärt Maget.