"Er ist der ideale Kandidat für das Amt"

Veröffentlicht am 28.02.2011 in Wahlen
Lesen Sie hier das Interview des Selber Tagblatts mit dem Hohenberger SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hans-Jürgen Wohlrab:

Wie ist die Hohenberger SPD auf Jürgen Hoffmann als Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 13. März gekommen?
Grundsätzlich wurde die Entscheidung vor drei Jahren getroffen, als die SPD-Fraktion Jürgen Hoffmann für das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters nominierte. Schon damals war unser Ziel, ihn in sechs Jahren ins Rennen zu schicken. Durch den Rücktritt Dieter Thomas geschieht dies nun bereits nach drei Jahren.

Der Kandidat ist kein SPD-Mitglied. Ist das in der "roten Hochburg"' Hohenberg nicht ein Problem?
Absolut nicht. Die SPD-Fraktion hatte schon immer parteifreie Mitglieder. Im Jahr 2008 waren fünf unserer zwölf Kandidaten parteilos. Gerade eine Bürgermeisterwahl ist mittlerweile eine reine Persönlichkeitswahl. Ausschlag gebend sind Einsatzbereitschaft und Eignung des Kandidaten.

Gab es in Hohenberg und der Region kein SPD-Mitglied, das bereit gewesen wäre, gegen Wolfgang Wohlrab anzutreten?
Einen nicht Ortsansässigen kandidieren zu lassen, ist zwar rechtlich möglich, aber für uns kam von Anfang an nur ein "Einheimischer" in Frage. Unser Fraktionskollege Jürgen Hoffmann ist sehr engagiert und steht mitten im Geschehen Hohenbergs. Durch seine berufliche Tätigkeit kennt er die Nöte und Sorgen der Bevölkerung genau. Er ist der ideale Kandidat für das Amt des 1. Bürgermeisters, sodass sich die Frage nach einer Parteimitgliedschaft für uns auch hier nicht stellte.

Jürgen Hoffmann tritt an, obwohl er erst 40 Jahre alt ist und kaum Verwaltungserfahrung hat. Könnte das nicht zum Nachteil für ihn werden?
Jürgen Hoffmann ist schon nahezu drei Jahre stellvertretender Bürgermeister und hat sich 2008 - wie in der SPD-Fraktion üblich - beim Bayerischen Selbstverwaltungskolleg weitergebildet. Mit ihm können sich die Hohenberger für einen Kandidaten entscheiden, der eine sichere Perspektive über das Jahr 2014 hinaus hat. Am 13. März wird außerdem keine Verwaltungsfachkraft, sondern ein Bürgermeister gewählt, der gestalten soll. In der VG Schirnding steht ihm der reiche Erfahrungsschatz der Verwaltung zur Verfügung. Nebenbei bemerkt: Auch Röslaus langjähriger Bürgermeister Gerald Schade war vor seiner Wahl Bauhofmitarbeiter und ist mittlerweile sogar stellvertretender Landrat.

Was zeichnet Jürgen Hoffmann aus Sicht der SPD für dieses Amt aus?
Seine eigenständige und überparteiliche Denkweise sowie seine große Einsatzfreude und sein Alter. Vor allem aber sein gesunder Menschenverstand, seine Bürgernähe und das Bekenntnis, dass bei seinen Entscheidungen Hohenberg mit seinen Ortsteilen an erster Stelle stehen wird.

Wird Jürgen Hoffmann, falls er gewählt wird, überhaupt Gestaltungsspielraum haben, oder wird er angesichts der leeren Stadtkasse zum Verwalter?
Finanziell eng geht es in Hohenberg schon lange zu. Gestaltungsspielraum gab es aber immer und wird es auch künftig geben. Entscheidend wird es sein, die begrenzten Mittel effektiv und ohne die Gefahr hoher Folgekosten einzusetzen. Diese Herausforderung wird Jürgen Hoffmann zusammen mit dem gesamten Stadtrat meistern.

Falls Ihr Kandidat keine Mehrheit erhalten sollte, wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit dem CSU-Sieger vor?
Offen und konstruktiv, wie das im Hohenberger Stadtrat bisher gute Sitte ist. Das schließt eine unterschiedliche und kritische Sichtweise in einzelnen Sachfragen nicht aus.

Was halten Sie von Wolfgang Wohlrab?
Wolfgang ist ein Cousin meines Vaters und unser Verhältnis ist freundschaftlich. Ich schätze ihn als äußerst engagierten Verwaltungsleiter, der sich stets kompromisslos für das Wohl der Verwaltungsgemeinschaft Schirnding einsetzt.

Die Fragen stellte Michael Geitz
 

 

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