Fraktionsvize Beyer appelliert an Regierung Beckstein: Mehr Geld für Ehrenamt und Wohlfahrtspflege im Nachtragshaushalt
Veröffentlicht am 19.10.2007 in Landespolitik
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, Dr. Thomas Beyer, hat beim Informationstag "Ehrenamt in Bayern" an CSU und Staatsregierung appelliert, schönen Worten auch endlich Taten folgen zu lassen.
"Die neue Regierung Beckstein muss im anstehenden Nachtragshaushalt für 2008 beweisen, dass sie das Ehrenamt und die Wohlfahrtspflege bei der finanziellen Ausstattung auch tatsächlich ernst nimmt", fordert Beyer, der auch Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Bayern und für 2007 Sprecher aller freien Wohlfahrtsorganisationen in Bayern ist.
"Hier ist größere Unterstützung durch den Staat dringend angesagt", betont der SPD-Fraktionsvize. "Wir müssen - damit es gerechter zugeht in Bayern - für die Sozialpolitik insgesamt wieder mehr Geld haben und auch darauf achten, dass das Ehrenamt attraktiv bleibt." Beyer: "Die vielen Ehrenamtlichen in Bayern stellen einen unschätzbaren Wert für die Gesellschaft dar. Sie engagieren sich nicht nur freiwillig und unentgeltlich für andere - sie leisten damit auch einen wichtigen Beitrag für das soziale und gesellschaftliche Miteinander, das in vielen Bereichen auseinander zu klaffen droht. Dafür gilt ihnen unser besonderer Dank."
Der SPD-Fraktionsvize erinnert daran, dass die Landtags-SPD in den letzten Jahren bei der Staatsregierung immer wieder angemahnt hat, mehr Geld für die ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung zu stellen. Betroffen von der Sparpolitik der vergangenen Jahre in Bayern waren viele Organisationen der Sportförderung, des Naturschutzes, der Kinder- und Jugendarbeit, der Kirchen, Vereine und Interessensverbände. "Die wichtigen Leistungen, die von den vielen Tausenden Ehrenamtlichen voll Engagement erbracht werden, wurden durch die Kahlschlagpolitik der CSU bedroht. Diese Kürzungen stellten viele Organisationen oft vor fast unlösbare Probleme, die sie teils sogar zur Aufgabe von Projekten zwang, die vor Ort eine wichtige Funktion hatten", bedauert Beyer.