Landesbank: Die schlimmste Schmach seit Cordoba

Veröffentlicht am 02.12.2009 in Landespolitik

Als "Eingeständnis purer Ratlosigkeit und totaler Überforderung" bewertet der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher den öffentlichen Hilferuf von Ministerpräsident Horst Seehofer zur Krisenbewältigung bei der BayernLB. Die Hypo Group Alpe Adria (HGGA) benötigt mehr als eine Milliarde Euro frisches Kapital. Der Ministerpräsident hatte gebeten, dass sich die Bundesregierungen in Berlin und Wien einschalten. "Etwas zur Chefsache zu machen, bedeutet bei Horst Seehofer: Bei Merkel um Hilfe betteln", so Rinderspacher.
Dass die Bayerische Staatsregierung nicht selbst mit der Wiener Bundesregierung Ziel führend verhandelt, stößt in der SPD auf Kritik. Rinderspacher: "Wir erwarten, dass sich Bayern vom Nachbarn nicht abermals über den Tisch ziehen lässt. Offensichtlich ist die Verhandlungsposition der Staatsregierung keine gute. Die HGAA ist die schlimmste Schmach seit Cordoba - mit einem Unterschied: Diesmal war's nicht Krankl. Diesmal war's ein überaus teures bayerisches Eigentor."

"Seehofer wälzt das bayerische Bankenproblem auf den deutschen Steuerzahler ab", kommentiert Rinderspacher weiter Seehofers Forderung nach einem Engagement der deutschen Bundesregierung: "Linke Tasche - rechte Tasche. Bayerns Bürger sollen die CSU-Fehler nun nicht mehr mit ihrem weiß-blauen, sondern mit ihrem schwarz-rot-goldenen Geldbeutel bezahlen. Für das Debakel steht der Steuerzahler gerade."

 

 

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