Union lässt Arbeitnehmer das Konkurs-Risiko tragen

Veröffentlicht am 02.07.2007 in Bundespolitik

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat begrüßt, dass die Union nun nachzieht und konkrete Vorschläge zu einer besseren Beteiligung der Mitarbeiter am Produktivvermögen gemacht hat.
Allerdings böten die Vorschläge der Union "keine faire Kapitalpartnerschaft".

"Auch CDU und CSU erkennen jetzt an, dass die Schere zwischen guten Vermögenseinkommen und mageren Löhnen drastisch auseinander klafft", stellte Heil am Freitag fest. Zuvor hatte die Union ihr Modell zur Mitarbeiterbeteiligung vorgestellt. Im Gegensatz zu dem von der SPD vorgeschlagenen Deutschlandfonds würden die Vorstellungen der Union allerdings zu kurz greifen, kritisierte Heil. So würden sie sich lediglich auf die bloße Einführung von Grenzbeträgen bei bestehenden Förderinstrumenten konzentrieren. Heil kritisierte das Unions-Modell, da es keine Sicherung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Kapitalverlust bei Insolvenz vorsehe. Die Vorschläge der Union böten "keine faire Kapitalpartnerschaft", da das Hauptrisiko beim Arbeitnehmer bleiben solle. "Im Falle einer Insolvenz hat er nicht nur seinen Arbeitsplatz, sondern auch seine Einlage verloren", warnte der SPD-Generalsekretär. Mitarbeiterbeteiligung: Einigung ist möglich Dennoch zeigte sich Heil optimistisch, dass sich die Koalitionspartner auf ein Modell verständigen können, dass allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Gute komme. Der von der SPD Anfang der Woche vorgeschlagene Deutschlandfonds für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer habe gegenüber dem Unions-Modell entscheidende Vorteile:
  • weitgehende Insolvenzsicherheit
  • niedriger Verwaltungsaufwand für die beteiligten Unternehmen
  • Realisierung unabhängig von der Größe und Rechtsform des Unternehmens möglich
  • Stärkung der Eigenkapitalbasis und damit der Investitionskraft der Unternehmen, also besserer Kapitalzugang gerade für kleine und mittlere Unternehmen
  • Der Deutschlandfonds stärkt die am Standort Deutschland tätigen Arbeitnehmer und die langfristig hier investierenden Unternehmen. Er belebt die Beteiligungskultur der Sozialen Marktwirtschaft.
Hier gibt's weitere Informationen zum Thema Mitarbeiterbeteiligung:
 

 

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