Weiteres Warnsignal zur Schulpolitik aus der Wirtschaft

Veröffentlicht am 12.06.2008 in Bildung

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann, unterstützt Audi-Personalvorstand Werner Widuckel mit seiner Forderung nach Veränderung der Inhalte und Methoden schulischer Ausbildung, damit besonders die Hauptschüler nicht auf der Strecke bleiben.
Der SPD-Abgeordnete fordert das CSU-Kultusministerium auf, die Warnsignale aus der Wirtschaft Ernst zu nehmen und endlich eine umfassende Reform des Bayerischen Schulsystems einzuleiten. Es werde immer deutlicher, dass die CSU nach 50 Jahren Alleinherrschaft die bayerischen Schulen an die Wand gefahren habe.

Der Audi-Chef hat bestätigt, dass die Chancen auf einen Ausbildungsplatz für Hauptschüler immer schlechter werden. Selbst Hauptschüler im sogenannten M-Zug verlören den Anschluss. Pfaffmann: "Somit sind Hauptschulabsolventen klar benachteiligt, insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund."

Flächendeckende Ganztagsschulen gefordert

Wie der Audi-Chef fordert die SPD längere gemeinsame Schulzeit mit Schwerpunkt der individuellen Förderung. Pfaffmann: "Jeder Schüler muss die Möglichkeit haben, den Realschulabschluss zu machen. Statt Betreuungsmodelle müssen die Ganztagsschulen flächendeckend ausgebaut werden. Die Grund- und Sozialkompetenz sowie das vernetzte anwendungsorientierte Grundwissen muss gestärkt werden. Mit ihrer derzeitigen Schulpolitik schadet die CSU den bayerischen Schülerinnen und Schülern. Die Zukunftschancen für Hauptschüler und der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Ausbildung respektive Beruf werden immer schlechter. Nachhaltige Bildungspolitik ist mit CSU nicht mehr zu machen, deshalb muss es im September zu einem Regierungswechsel kommen."

 

 

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