CSU-Ideologie gefährdet flächendeckendes Netz an schulischen Einrichtungen in den Gemeinden und Landkreisen Bayerns
Veröffentlicht am 22.01.2008 in Bildung
Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt den Vorschlag des BLLV, regionale Modellversuche zur regionalen Schulentwicklung zuzulassen. "Der BLLV-Präsident Wenzel greift damit eine Forderung der SPD-Fraktion auf.
Wir hatten sowohl die Zulassung von Modellschulen in den Regionen Bayerns als auch die Umsetzung von passgenauen Schullandschaften bereits in parlamentarischen Anträgen (Drucksachennummern: 15/8323 und 15/4909) gefordert. Diese wurden leider immer wieder von der CSU abgelehnt," erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD- Fraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann.
Er fordert erneut, das Erziehungs- und Unterrichtsgesetz zu ändern und Modellschulen "vor Ort" im sinne einer passgenauen regionalen Schulentwicklung zuzulassen. Nur so kann das Schulsterben in den Regionen verhindert werden und ein vielfältiges Schulangebot in den Regionen erhalten werden.
Keine Ideologien - sondern vernünftige Schulentwicklung
Pfaffmann betont erneut, dass es hier nicht um eine ideologische Schulstrukturdebatte geht, sondern um eine vernünftige Schulentwicklung. Die ideologische Haltung der Staatsregierung und der CSU Mehrheit im Landtag hat bisher diese Schulentwicklung verhindert und mit dazu beigetragen, dass immer mehr Schulstandorte geschlossen werden mussten und viele Schulen in Bayern in ihrem Bestand gefährdet sind.
Insofern trägt die CSU hier die volle Verantwortung für das Schulsterben vor Ort. Pfaffmann fordert erneut einen Bestandschutz für die Schulen in den Regionen. Dies ist nur möglich wenn die Schulentwicklung nicht zentral vom Kultusministerium "verordnet wird", sondern unter Beteiligung der regionalen Gebietskörperschaften in den Regionen stattfindet.
Schulsterben in Bayern kann verhindert werden
In diesem Zusammenhang fordert Pfaffmann die CSU erneut auf, ihre ideologische Haltung zu überdenken. Die CSU Bildungspolitik gefährdet mittlerweile ein flächendeckendes Netz an schulischen Einrichtungen in den Gemeinden und Kreise Bayerns. Die Ergänzung der bestehenden Schularten mit Modellschulen wie Gemeinschaftsschulen und Regionalschulen sind durchaus geeignet, das Schulsterben zu verhindern aber auch die Verbesserung einer guten Schulausbildung der Schüler/innen in Bayern zu verbessern. Wichtig bei der regionalen Schulentwicklung ist dabei, dass an jeder Schule ein Mittlerer Bildungsabschluss angeboten