Neues Kindergartengesetz ist bürokratisches Monster und belastet die Kommunen

Veröffentlicht am 16.09.2007 in Familie

Simone Strohmayr: Keine Qualitätsverbesserungen für Kinder. Gesetz einstampfen.
Entgegen den heutigen Aussagen von Sozialministerin Stewens hat sich das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) nach Ansicht der familienpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Simone Strohmayr nicht bewährt: "Es ist ein bürokratisches Monster, belastet die Kommunen und Träger finanziell mehr und bringt vor allem für die Kinder keine Qualitätsverbesserungen."

Dies hat die Umfrage des Bayerischen Gemeindetages ebenso wie die Umfrage der SPD Landtagsfraktion bestätigt. In 56,4 Prozent der Antwortschreiben des Bayerischen Gemeindetages gaben Kommunen an, mit dem BayKiBiG habe sich die pädagogische Qualität in Kindertagesstätten weder weiterentwickelt noch verbessert. Gleiches hat die Umfrage der SPD-Landtagsfraktion ergeben: Nur 10 Prozent der befragten Kindergarten-Leiterinnen haben angegeben, dass ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stünden, um neue pädagogische Ansätze und den Bildungs- und Erziehungsplan umzusetzen. Dem gegenüber haben 87 Prozent der Leiterinnen geantwortet, der Verwaltungsaufwand habe sich um 25 bis 50 Prozent erhöht.

Simone Strohmayr: "Anstatt endlich frühkindliche Bildung voranzutreiben, verwaltet die CSU wieder mal den Kindergarten zu Tod. Die SPD-Landtagsfraktion fordert, das Gesetz am besten einzustampfen. Gruppenförderung geht nur mit kleineren Gruppen mit bis zu 15 Kindern. So wäre Qualität garantiert und die Erzieherinnen könnten Kinder individuell fördern. Damit könnte der Bildungs- und Erziehungsplan umgesetzt werden."

Solange das BayKiBiG fortbesteht, müssen Kindertagesstätten ebenso wie Schulen Verwaltungskräfte zur Verfügung gestellt werden, um Erzieherinnen zu entlasten und ihnen Freiräume für Kinder zu geben, so die SPD-Familiensprecherin.

 

 

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