SPD fordert nach Abschaffung des Büchergelds umfassende Lernmittelfreiheit

Veröffentlicht am 12.03.2008 in Bildung

Hans-Ulrich Pfaffmann: SPD-Gesetzentwurf bietet Chancengleichheit in der Bildung

Nicht nur das unsägliche Büchergeld müsse abgeschafft, sondern bei dieser Gelegenheit endlich eine umfassende Lernmittelfreiheit umgesetzt werden.
Dies fordert der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann, anlässlich der heutigen verspäteten Entscheidung des Ministerrats zum Büchergeld.

Die SPD-Landtagsfraktion hat jetzt dazu einen Gesetzentwurf vorgelegt und will sich dafür einsetzen, dass die Kosten der in Art. 21 Satz 4 Bayerisches Schulfinanzierungsgesetz aufgelisteten und bisher von den Eltern zu bezahlenden "übrigen Lernmittel" wie Arbeitshefte, Arbeitsblätter, Lektüren, Schreib- und Zeichengeräte vom Freistaat übernommen werden - ferner die erforderlichen Materialkosten für Werken und textiles Gestalten sowie sämtliche Ausgaben für verbindliche Schulveranstaltungen. Hans-Ulrich Pfaffmann: "Diese Kosten müssen nicht nur in die Lernmittelfreiheit einbezogen werden, sondern die Lernmittelfreiheit muss als Voraussetzung für Chancengleichheit in der Bildung verfassungsmäßig geschützt werden."

Der SPD-Bildungssprecher erinnert daran, dass pro Kind und Schuljahr manchmal mehrere hundert Euro für "übrige Lernmittel" und Klassenfahrten ausgegeben werden müssten. Angesichts von 2,5 Millionen Kindern in Deutschland, die in Armut lebten, sei man so von Bildungsgerechtigkeit weit entfernt.

 

 

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