SPD Hochfranken: Landtagsabgeordneter Klaus Adelt überzeugt sich von der Arbeit im Hofer Schlachthof

Veröffentlicht am 30.09.2016 in Gesundheit

„Kontrolle ist das A und O“ – SPD-Landtagsabgeordneter Klaus Adelt überzeugt sich von der Arbeit im Hofer Schlachthof

Hof - In zahlreichen bayerischen Schweineschlachtbetrieben wurde in den letzten Jahren gegen Tierschutzrecht verstoßen. Zu diesem Ergebnis kam eine Dissertation im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums und brachte damit den Stein für den jüngsten Skandal um bayerische Schlachthöfe ins Rollen. Vor allem der von einem niederländischen Konzern betriebene Landshuter Schlachthof kam dabei nicht gut weg. Aufgrund der fehlenden Trennung von Produktions- und Schlachtbereich bestand die Gefahr der Kontamination. Immer wieder kam es vor, dass Schweine nicht richtig betäubt oder ausgeblutet wurden, was zur Folge hatte, dass eine Lebend-Verbrühung der Tiere nicht ausgeschlossen werden konnte.

„Es muss alles dafür getan werden, dass sich solche Vorkommnisse nicht wiederholen“, findet der Hofer Landtagsabgeordnete Klaus Adelt, der für die SPD im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz sitzt und dort für das Thema Schlachthöfe verantwortlich ist. Grund genug für ihn dem Fleischzentrum Hof einen Besuch abzustatten und sich von den Gegebenheiten vor Ort zu überzeugen.

„Bei uns läuft alles zu 100 Prozent korrekt“, erklärte der Geschäftsführer der familiengeführten Lohnschlächterei Riedl GmbH, Thomas Riedl, seinem Gast gleich zu Beginn der Besichtigung. Die zuständige und anwesende Amtstierärztin Dr. Johanna Fischer widersprach dem nicht und in der Tat – in der oben genannten Dissertation kam der Hofer Betrieb gut weg.

„Das Tierwohl ist uns wichtig. Elektrische Viehtreiber sind bei uns im Betrieb seit Jahren konsequent verboten!“, erläutert Riedl. Das habe mehrere Gründe: Einerseits, weil man dem Tier dem notwendigen Respekt entgegenbringen muss. Andererseits, weil bei einem erregten und verängstigten Schwein, das vielleicht auch noch Schmerzen erleiden muss, der pH-Wert fällt und die Qualität des Endprodukts nicht mehr stimmt. Außerdem geht es hier um Arbeitsschutz, denn wenn ein Tier offensichtlich leidet, dann ist das für meine Mitarbeiter eine unnötige psychische Belastung, die ich ihnen ersparen möchte.“

Die in Landshut aufgetretenen gravierenden Mängel, sind in Hof kein Thema, was vor allem der permanenten technischen Überarbeitung des Produktionsprozesses zu verdanken ist. Das fängt bei der Betäubung der Tiere an, die aufgrund der Einspeisung von erwärmten CO² so schnell wie möglich geschieht, geht über in ein mit speziellen Sensoren ausgestattetes Entblutungskontrollsystem bis hin zu einer Laufbandstrecke von über sechs Minuten zwischen Endblutung und Brühstation. Diese ist damit doppelt so lange, als die entsprechende Leitlinie vorschreibt und gewährleistet eine bessere Kontrolle.

Im Allgemeinen gilt in Hof: Die EU-Richtlinien und Vorgaben werden bei weitem übertroffen, was den Schlachthof in Sachen Tierwohl und Arbeitsschutz zum Vorreiter macht. Hof hat damit Vorbildcharakter.

Den Grund für den Erfolg sieht Riedl vor allem in der zuverlässigen und konsequenten Kontrolle durch das zuständige Veterinäramt. „Eine transparente und professionelle Zusammenarbeit sowie eine gute Überwachung sind das A und O.“ Frau Dr. Fischer sieht das ähnlich. „Es bringt nichts zu mauscheln, wenn was ist, kommt das früher oder später immer raus.“

Klaus Adelt überzeugte sich bei einem Rundgang schließlich persönlich von der Produktion der Lohnschlächterei. „Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich hier nicht nur um ein Produkt für 1,99 Euro aus dem Kühlregal handelt, sondern um Tiere. Und da macht es einen Unterschied, ob hinter einem Schlachthof ein internationaler Konzern oder ein ortsansässiger familiengeführter Betrieb steht“, findet Adelt und lobt in diesem Zusammenhang die Arbeit von Thomas Riedl und seinem Team: „Ich finde, dass man in Hof merkt, dass nicht die Rendite im Vordergrund steht, sondern die Qualität, das Tierwohl und der Arbeitsschutz. Das finde ich gut.

Foto v.l.n.r.: Klaus Adelt, MdL, Patrick Leitl, Wissenschaftl. Mitarbeiter im Abgeordnetenbüro, Dr. Johanna Fischer, Veterinärrätin der Stadt Hof, Thomas Riedl, Geschäftsführer Lohnschlächterei Riedl GmbH und Dr. Brigitte Ostrowski, amtliche Tierärztin und Leiterin der BU-Stelle Hof.

 

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