SPD Hochfranken: Neue Tennet-Pläne - Adelt begrüßt Erdverkabelung

Veröffentlicht am 27.09.2016 in Umwelt

Neue Tennet-Pläne: Erdverkabelung kommt – keine weitere Stromtrassen - Adelt: „Kein Grund für Begeisterungsstürme aber zufriedenstellend“

München/Hof - Gestern Abend informierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Netzbetreiber Tennet im Bayerischen Landtag über den Planungsstand zur Stromtrasse Südostlink.

Gleichwohl die Pläne nach wie vor sehr vage seien, steht nach Aussage Adelts fest, dass die Trasse durch den Landkreis Hof gehen wird. „Die möglichen Korridore gehen entweder westlich am Fichtelgebirge durch die Landkreise Hof, Kulmbach und Bayreuth vorbei oder östlich entlang der A 93 durch die Landkreise Hof und Wunsiedel.“ Die östliche Variante würde entweder Trogen, Gattendorf, Rehau und Schwarzenbach tangieren oder über Feilitzsch, Unterkotzau, Osseck, Pirk und dann Förbau laufen. Die westliche Variante entweder ebenfalls über Feilitzsch, Unterkotzau und dann über Wölbattendorf, Leupoldsgrün an der A 9 entlang oder über Berg, Leupoldsgrün an der Autobahn entlang.

Obwohl noch sehr viel im Konjunktiv formuliert ist – die Erdverkabelung ist wohl beschlossene Sache. Die Pläne für eine weitere Überlandleitung sind damit vom Tisch, auch wenn die zu verlegende Trasse nach den jetzigen Plänen ebenfalls Veränderung im Landschaftsbild zur Folge haben wird. Oberhalb der zu verlegenden Trasse soll es nämlich einen 15 Meter langen Schutzstreifen geben, der durch Waldgebiete eine entsprechende Schneise schneiden wird, informiert der SPD-Abgeordnete. „Das ist vergleichbar wie mit einer Gasleitung. Es ist nicht nichts, aber es ist weitaus besser als das was uns nach den anfänglichen Plänen vom vormals zuständigen Netzbetreiber Amprion vor mehr als zwei Jahren bevorstand“, kommentiert Adelt die neuen Pläne.

Der breite Bürgerprotest und Widerstand seitens der Bevölkerung hat die Erdverkabelung erst möglich gemacht, ist sich der Abgeordnete sicher. Keine Trasse wäre natürlich besser gewesen, doch die Chancen diese zu verhindern standen von Anfang an nicht gut, meint Adelt. „Es war von vornherein klar, dass Seehofers Gleichung ‚2 – X‘ nicht aufgehen würde. Da hat er wider besseren Wissens das Blaue vom Himmel versprochen. Aber Hauptsache für sein Oberbayern ging die Rechnung auf“, findet der oberfränkische Politiker in Anbetracht der Tatsache, dass mit Oberfranken, der Oberpfalz und Niederbayern lediglich die östlichen Regierungsbezirke betroffen sind.

„Wir haben als Landtags-SPD von Anfang an reinen Wein eingeschenkt und für die Einführung von Mindestabstandsflächen und den Vorrang der Erdverkabelung plädiert, sollte sich die Trasse nicht verhindern lassen. Keine weiteren Strommasten durch den Landkreis Hof – das war meine Kernforderung und die haben wir jetzt erreicht. Es ist zwar noch lang kein Grund in Begeisterungsstürme zu verfallen aber zufrieden bin ich mit den jetzt bekannt gewordenen Plänen schon. Wichtig ist jetzt vor allem, dass man mit den durch den Leitungsbau betroffenen Landwirten und Waldbauern, Anwohnern und Kommunen im Dialog zu einer einvernehmlichen Lösung kommt mit der alle leben können.“

 

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