SPD Hochfranken: SPD-Polizeitag - Adelt schiebt „Nachtschicht“ in der oberfränkischen Polizeieinsatzzentrale

Veröffentlicht am 17.10.2016 in Sicherheit & Inneres

Bayreuth - Im Rahmen des Polizeitages der BayernSPD Landtagsfraktion stattete der Sprecher der oberfränkischen SPD-Landtagsabgeordneten, Klaus Adelt, der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberfranken in Bayreuth letzten Freitag einen Besuch ab.

„Wir setzen damit ein Zeichen für die Wertschätzung und die Wichtigkeit der Polizeiarbeit, lernen die Abläufe und Strukturen besser kennen und können so Anregungen für die Verbesserung der Polizeiarbeit und der Arbeitsbedingungen mit aufnehmen“, erläutert Adelt die Intention des Praxistages.

Der Hofer Abgeordnete verfolgte dabei letzten Freitagabend bis weit nach Mitternacht die Arbeit der Einsatzzentrale. Hier kommen oberfrankenweit alle Notrufe sowie Einbruch- und Überfallalarme ein, von dort aus werden die Einsätze der Polizeistreifen koordiniert. Begleitet wurde der SPD-Innenpolitiker dabei von Polizeioberrat Günter Greim, dem Leiter der oberfränkischen Einsatzzentrale, der ihm die Abläufe erläuterte und Rede und Antwort stand.

Von der Einsatzzentrale verfolgte Adelt auch den schweren Verkehrsunfall auf der A70, bei dem ein mit Gefahrgut beladener Sattelzug in einen liegengebliebenen LKW gerast ist und infolgedessen die Autobahn stundenlang wegen Bergungs- und Rettungsarbeiten gesperrt wurde. „Es ist beachtlich, mit wie viel Erfahrung und Ruhe ein so schwieriger wie hochkomplexer Einsatz koordiniert wird.“ Bedenkt man, dass es allein im Jahr 2015 über 31.000 Unfälle gegeben hat (Anstieg um 7,34 Prozent) – das sind durchschnittlich fast 85 am Tag – könne man in etwa erahnen, welches Arbeitspensum hier auf höchstem Niveau absolviert werde, so Adelt anerkennend. Gleiches gelte auch für die Polizeibediensteten, die Notrufe entgegennehmen. „Da ist Empathie und Menschenkenntnis gefragt. Das ist eine anspruchsvolle Arbeit, die Sensibilität unter Zeitdruck erfordert, wenn schnellstmöglich Hilfe vor Ort sein muss. Davor habe ich den größten Respekt.“

Kritik äußert Adelt allerdings mit Blick auf die Staatsregierung. Die oberfränkische Polizei leistet eine gute Arbeit. Aber die Arbeitsbedingungen könnten besser sein. So sind von 2.240 Planstellen derzeit lediglich 1988 verfügbar. Damit sind über 11 Prozent der Stellen nicht besetzt. Das Kuriose dabei: Mit Blick auf die Soll-Stärke müssten heute 144 mehr Polizistinnen und Polizisten in Oberfranken im Einsatz sein als 2008. Tatsächlich sind es aber 106 weniger. „Das ist Aufgabe der Staatsregierung für einen ordentlichen Personalschlüssel zu sorgen. Es kann nicht sein, dass die Soll-Stärke immer weniger mit der Wirklichkeit zu tun hat.“ Trotz des aus Sicht Adelts personellen Nachholbedarfs leisten die vorhandenen Polizeibeamten eine gute Arbeit. Das zeigt sich auch anhand der Kriminalitätsstatistik.

Oberfrankenweit wurden 2015 insgesamt 51.588 Straftaten registriert und damit ein leichter Anstieg um 1,9 Prozent. Rechnet man allerdings die im Zuge der Flüchtlingskrise gestiegene Zahl an Straftaten gegen das Asyl- Aufenthalts- und Freizügigkeitsrecht ab, kommt man 2015 auf insgesamt 47.204 Straftaten und damit auf einen Rückgang von 5 Prozent. Die Aufklärungsquote liegt bei insg. 70,4 Prozent und damit deutlich über den bayernweiten Durchschnitt mit 62,8 Prozent.

Für Adelt belegt das allen rechtspopulistischen Unkenrufen zum Trotz: Die gestiegene Zahl der Geflüchteten lässt sich nicht einfach mit einer Steigerung der Kriminalitätsrate in Verbindung bringen. Denn selbst wenn man die ausländerspezifischen Rechtsverstöße mitzählen würden, befände man sich mit Blick auf die letzten zehn Jahre im durchschnittlichen Bereich. „Hier wird in der öffentlichen Diskussion häufig der Teufel an die Wand gemalt. Die Fakten sagen was anderes. Dass die Zahl politisch motivierter Straftaten von rechts den höchsten Stand seit 10 Jahren (230 in 2015) hat beunruhigt mich mehr.“ Nach spannenden Einblicken in die Polizeiarbeit der Einsatzzentrale lautet denn auch das Fazit Adelts: „Hier wird eine tolle Arbeit gemacht. Oberfranken ist sicher!“

 

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