Mit den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Entwicklung der Studentenzahlen in Deutschland werden alle Befürchtungen der Gegner von Studiengebühren - SPD-Landtagsfraktion hat sich von Anfang an vehement dagegen ausgesprochen -bestätigt:„Studiengebühren schrecken junge Menschen davor ab, ein Studium aufzunehmen," so der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Vogel. Die Zahlen der Studienanfänger gehen in all den Bundesländern zurück, die Gebühren verlangen, oder steigen nur noch unterdurchschnittlich an – wie in Bayern.
In „gebührenfreien" Bundesländern sind in diesem Semester große Zuwächse (bis zu 14 Prozent) an Studienanfängern zu verzeichnen. Wolfgang Vogel: „Bayern liegt abgeschlagen im untersten Drittel. Damit vergibt sich Bayern die Chance, die Akademikerzahl zu erhöhen, wie es von der Wirtschaft dringend gefordert und über alle Parteigrenzen hinweg als hochschulpolitisches Ziel verfolgt wird."
Die bereits bestehende soziale Selektion bei der Zusammensetzung der Studierenden ist durch die Einführung von Studiengebühren offensichtlich „weiter verschärft werden," so der SPD-Hochschulsprecher. Der Anteil der Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen liege mit fallender Tendenz bei 13 Prozent. Vogel: „Der Abschreckungseffekt der Kosten eines Studiums trifft schon heute eine immer breitere Bevölkerungsschicht. Nicht nur Kinder aus bildungsfernen Schichten sind bei den Studierenden stark unterrepräsentiert. Auch aus Familien mit mittlerem Bildungsabschluss ist die Zahl der Studienanfänger rückläufig. Diesen Trend wird nun weiter verschärft. Alle Beteuerungen der bayerischen Staatsregierung mit einer ‚sozialen Abfederung' der Gebühren eine Chancengleichheit beim Hochschulzugang zu schaffen, haben sich als nichtig herausgestellt."