Wichtiger Tag für Mindestlöhne

Veröffentlicht am 01.04.2008 in Wirtschaft

Als einen "wichtigen Tag für die Durchsetzung von Mindestlöhnen in Deutschland", hat SPD- Generalsekretär Hubertus Heil den Antrag von sieben weiteren Branchen für die Aufnahme ins Arbeitnehmerentsendegesetz begrüßt. Über 1,4 Millionen Beschäftigte werden damit in Zukunft vor Lohndumping geschützt.
Mit Ablauf der Frist am Montag hatten zuvor die Zeit- und Leiharbeitsbranche, Pflegedienstleister, das Wach- und Sicherheitsgewerbe, textile Dienstleister im Objektkundenbereich, die Weiterbildungsbranche, forstliche Dienstleistungen sowie Bergbauspezialarbeiten die Aufnahme in das Entsendegesetz beantragt.

Damit könnten nach Angaben des SPD-Generalsekretärs nun weitere 1,43 Millionen Arbeitnehmer vom Mindestlohn profitieren. Heil geht davon aus, dass andere Wirtschaftszweige folgen, sobald Rechtssicherheit herrsche. Bisher gibt es eine Lohnuntergrenze für 1,8 Millionen Beschäftigte im Bauhauptgewerbe, Abbruchgewerbe, Maler- und Lackiererhandwerk, im Dachdecker-, im Elektro- sowie im Gebäudereinigerhandwerk und bei den Briefdienstleistern. "Die Menschen können sich auf die SPD verlassen", versprach Heil und warnte vor parteitaktischen Debatten in der Frage.

Scholz: Gebot der Gerechtigkeit

Arbeitsminister Olaf Scholz verwies darauf, dass sich die Zahl der durch verbindliche Mindestlöhne geschützten Arbeitnehmer mit den jetzt neu ins Gesetz aufzunehmenden Branchen fast verdoppeln werde. Die Tarifparteien der Branchen kehrten mit dem Antrag auf Mindestlöhne zudem zum Selbstverständnis sozialpartnerschaftlicher Tradition zurück. Das sei ein "guter weiterer Schritt". Es sei ein Gebot der Gerechtigkeit, dass Menschen, die den ganzen Monat arbeiteten, von ihrem Gehalt auch Leben könnten, unterstrich der Minister.
 

 

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