SPD Hochfranken: Adelt besucht Mittelschule Münchberg-Poppenreuth

Veröffentlicht am 21.04.2015 in Bildung

Adelt besucht Mittelschule Münchberg-Poppenreuth: Lieber Überstunden als Unterrichtsausfall – Engagierte Lehrerschaft trotzt schwierigen Arbeitsbedingungen 

Münchberg - Vor kurzem hatte der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband BLLV mit Blick auf die Arbeitssituation an den Mittelschulen Alarm geschlagen. Der Hofer SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt besuchte deshalb gemeinsam mit SPD-Bürgermeister Christian Zuber die Mittelschule Münchberg-Poppenreuth, um sich vor Ort ein Bild zu machen und „mit den Praktikern ins Gespräch zu kommen.“ Angesichts der aktuellen Flüchtlingsproblematik hatte sich Adelt dabei besonders dafür interessiert, inwieweit die Eingliederung von Flüchtlingskindern in den Schulalltag gelingt. Schulleiter Rainer Schatz erläuterte im Gespräch, dass die Integration der Flüchtlingskinder gut funktioniere: Die Mitschüler würden ihre Klassenkameraden akzeptieren, die allesamt motiviert und höflich seien. Einzig die mangelnden Sprachkenntnisse stellen die Lehrerinnen und Lehrer vor Probleme, die aber dank deren Engagement zu großen Teilen gelöst würden. „Eine unserer Lehramtsanwärterinnen gibt den Kindern nebenbei Deutschunterricht, sofern es ihr Stundenplan zulässt. Das macht sie alles freiwillig und unentgeltlich“, betont Schatz. 

Freiwillig würden im Übrigen auch alle anderen Kolleginnen und Kollegen anfallende Vertretungsstunden übernehmen und Überstunden leisten. „Sonst würden viel mehr Stunden ausfallen“ ist sich der Schulleiter sicher, „denn es gibt keine mobile Reserve mehr.“ Schatz spricht damit das eigentliche Problem an: Die Arbeitsbelastung der Lehrerinnen und Lehrer. Denn auch die übrigen Regelschüler benötigen eine intensive Betreuung und sind förderbedürftig. Das „Aussieben“ in der vierten Klasse hinterlasse bei seinen Fünftklässlern häufig das Gefühl nicht gut genug zu sein. Diese müssten erst wieder motiviert und das Gefühl vermittelt werden, dass sich lernen lohnt. „Das schaffen wir auch, weshalb die Leistungsstärkeren unter ihnen die Schule wieder verlassen oder in den M-Zug wechseln.“ Die verbliebenen Schülerinnen und Schüler noch zu motivieren sei oft schwierig, klappe aber ganz gut, findet Schatz. „Alle Neuntklässler haben wir untergebracht.“ Das bestätigt auch Bürgermeister Zuber: „Es wird hier viel gemacht“, erklärt dieser im Zusammenhang und verweist dabei anerkennend auf die alljährlichen hauseigenen Ausbildungsmessen.

\clip_image001.jpg" /> Als der Schulleiter schließlich von Adelt nach konkreten Forderungen an die Politik gefragt wurde, wünscht sich dieser denn auch mehr Planstunden und dadurch mehr Zeit für die Schüler. Der SPD-Politiker dankte für das offene Gespräch und versprach, die Forderung mit nach München zu nehmen. Er lobte das Poppenreuther Kollegium für sein Engagement, was angesichts der Rahmenbedingungen alles andere als selbstverständlich sei. Schule sollte das „Modell Poppenreuth“ aber dennoch nicht machen findet Adelt: „Die Lehrerinnen und Lehrer federn durch ihre Motivation und ihr Engagement politische Fehlentscheidungen und die Sturheit unseres Kultusministers ab. Sie baden das aus, was Spaenle in München fabriziert.“

auf dem Bild v.l.n.r.: Christian Zuber, Bürgermeister von Münchberg, Rainer Schatz, Schulleiter Mittelschule Münchberg-Poppenreuth und Landtagsabgeordneter Klaus Adelt.

 

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